Details zur Orgel der kath. Kirche - Dürnau

Die katholische Kirchengemeinde St. Michael in Dürnau plant die Erneuerung ihrer Orgel. Den Zustand der Orgel beschreibt der zuständige Orgelsachverständige Gindele wie folgt: "Das Instrument, das erst 1992 überholt wurde, ist mit aktuellem Datum praktisch musikalisch nicht mehr sinnvoll zu gebrauchen, vor allem weil die Spieltechnik zu unpräzise und unzuverlässig arbeitet. Das liegt mit Sicherheit an der Technik der Orgel, ihrer schlechten handwerklichen Verarbeitung und an den klimatischen Bedingungen des Aufstellungsortes. Das ganze Instrument wirkt wie eine einzige große Bastelarbeit. ... Eine erneute Überholung der Orgel bietet sich nicht an. Die Taschenladen in der Dürnauer Kirche würden voraussichtlich nach kurzer Zeit wieder schlecht funktionieren. Die Lederbälgchen bewähren sich in dem feuchten Klima der Kirche nicht. Die Orgel ist direkt an die Kirchenrückwand gebaut, die ständig Feuchte abgibt. Das Leder wird hart und dadurch verzögert sich die An- und Absprache der Traktur. Auch in klanglicher Hinsicht kann das Instrument überhaupt nicht befriedigen. Es bietet ein undifferenziertes, breiiges Klangbild. Diesbezüglich lässt sich wegen des schlechten Materials und der mehrfachen Umarbeitung der Pfeifen ebenfalls keine Verbesserungen mehr erzielen. Es kann also nur empfohlen werden, ein neues Instrument für die Kirche in Dürnau anzuschaffen. ... Ich kann also nur anraten den Weg einer neuen oder gebrauchten Orgel zu gehen. Jede weitere Investition in das minderwertige Instrument in Dürnau ist hinausgeworfenes Geld."

Die Kirchengemeinde ist schon seit einigen Jahren kräftig am sparen. Wenn Sie eine Spende für eine neue Orgel erübrigen könnten, würde das die Gemeinde sehr freuen und einen baldigen Neubau ermöglichen. Ihre Spende erbittet die Kirchengemeinde auf das Konto der Katholischen Kirchenpflege Bad Boll mit dem Vermerk "Orgel Dürnau" Konto-Nr. 87535 bei der Kreissparkasse Göppingen, BLZ 61050000. Selbstverständlich wird Ihnen auf Wunsch eine Spendenquittung ausgestellt.

Um den Zustand der Orgel zu dokumentieren, bieten nachfolgende Bilder einen Eindruck über das Innere der Dürnauer Orgel.

Blick in das Innere der Dürnauer Orgel: Hauptwerk mit Quintatön 4' (aus Zink) und Mixtur 3fach.

Obere Windlade von 2. Manual. Cimbel 3fach und Bassoni Haubocs 8' (Zungenregister). Dahinter Quinte 1 1/3' und Ital. Principal 4' (aus silberbronziertem Zinkblech).

Blick zum oberen Teil des Pedalwerks: Subbass 16' mit nachträglich erniedrigten Aufschnitten.

Blick in den unteren Teil der Orgel: Principalflöte 8' des 2. Manuals. Pfeifen, für die kein Platz auf der Windlade war, wurden einfach provisorisch quer gelegt.

Im Vordergrund die Windlade des Hauptwerks (pneumatische Taschenlade). Unzählige Bleirohre steuern pneumatisch jeden einzelnen Ton. Darunter der große Balg mit Steinen als Gewicht (für den Winddruck), dahinter die untere Windlade des 2. Manuals mit Flöte 4', Principalflöte 8' und ganz hinten an der Wand Superoktave 2'.

Pneumatische Steuerung der Windlade. Über Bleirohre werden mittels Luft von den Tasten des Spieltisches kleine Bälgchen aus Leder betätigt.

Flöte 4' und Principalflöte 8' des 2. Manuals.

Die untere Windlade des 2. Manuals. Da diese Windlade von allen Seiten zugebaut ist, kann sich der Klang dieser Register nicht entfallen und klingt sehr verhalten.

Abkonduzierte Pfeifen von Subbass 16' und Choralbass 4' des Pedalwerks. Kondukten zur Windversorgung sind ein übles Bastelwerk aus Kunststoffrohren und flexiblen Kondukten aus Pappe.

 

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